E-25 lang

Bauprojekt E-25 mit verlängerter Wanne

und einer 12,8 cm-Kanone

 

 

Ja, schon wieder!

Ich habe schon wieder E-25-Modelle gekauft. Das sind mittlerweile Modell Nummer 10 und 11. nach wie vor finde ich diesen Panzer faszinierend und freue mich immer wieder aufs neue, ihn in einer anderen Version entstehen zu lassen.

Der normale E-25 hat die 7,5 cm-Kanone. Ich habe bereits E-25 auf 8,8 cm- und 10,5 cm-Kanonen aufgerüstet. Da ich ein großer Freund sehr großer und mächtiger Kanonen bin, habe ich mir überlegt, eine 12,8 cm-Kanone in den E-25 einzubauen. Dafür ist er allerdings zu klein. Um dem großen Geschütz tribut zu zollen, habe ich mir überlegt, die Wanne zu verlängern und ein oder zwei weitere Radpaare einzubauen, damit die Panzerung und Tragfähigkeit erhöht wird und ein größerer und stärkerer Motor eingebaut wird.

Dafür habe ich mir nun zwei E-25 von Trumpeter gekauft und eine 12,8 cm-Kanone von Modellbaudepot, die zwar in einem Stück ist, aber mit einer anschraubbaren großen Mündungsbremse mitgeliefert wird.

Ich muß gestehen, daß ich lange überlegt habe, dieses Projekt zu starten, denn eine Wannenverlängerung habe ich noch nie gemacht und wenn es mißlingt sind gleich zwei teure Modelle hin. Ich habe mich einfach nicht getraut.

Daher habe ich mich zuerst an die Kanone getraut. diese Kanone ist als Modell schon gewaltig!

 

Die Montage der Kanone dauert nur wenige Momente.

Ich habe eine 7-Rad-Version bauen. Ursprünglich hat er 5 Räder.

 

Die Ober- und Unterwannen der beiden E-25 habe ich in der Rohform zusammengeklebt und dazu ein paar große Panzerplatten auf die Oberwannen montiert, die beim Flexen mit ausgeschnitten werden müssen.

Dann habe ich die grobe Schnittlinie angemarkert.

Nun kommt der Dremel.

Bei den Göttern!!!  Was mache ich da?!?! Ich zerschneide gerade zwei Modelle im Wert von fast 60 Euro!!

Nun beginnt die langwierige Schleiferei und Feilerei. Nach einer gefühlten Ewigkeit sehen die beiden Wannen nun so aus:

Aber jetzt geht langsam das Material aus, um die Stoßkanten passend zu machen. Ich werde wohl viel mit Spachtelmasse arbeiten müssen, damit die Lücken gefüllt werden. Nach stundenlangen Schleifen und Flexen habe ich eine mehr oder weniger ebene Stoßkante bei beiden Wannen. Aber es sind immer noch großen Lücken. Ich traue mich aber nicht mehr, weiter zu schleifen, da ich fürchte, daß mit das Material ausgeht.

 

Jetzt habe ich die beiden Wannen normal mit Plastikkleber zusammengefügt. Dann habe ich die großen Lücken mit Alleskleber aufgefüllt. Die Unebenheiten werden dann später verspachtelt und geschliffen.

Während der Kleber an  der Wanne durchtrocknet, habe ich die Teile des Fahrwerks vormontiert und an der Wanne selbst erste Fahrwerksteile montiert.

Nun werden die Stoßkanten mit Flash Bonder zugeklebt.

Nach stundenlanger Schleiferei mit Dremel und Schleifpapier sind die gespachtelten Stellen fertig.

Wenn man mit den Fingern drübergeht, fühlt man kaum bis keine Unebenheiten mehr. Da Flash Bonder etwas grob ist, fielen leider einige kleine Stücke während des Schleifens runter, die auf den Spalten waren. Aber die meisten Stellen kann man beim fertigen Modell eh nicht sehen. Nur die Flächen auf der oberen Wanne sind sehr wichtig. Und hier werden einige Flächen mit Ersatzteilen dezent und unauffällig verdeckt.  

 

Jetzt wird das Fahrwerk montiert und der MG-Turm gebaut. Der MG-Turm muß an der Aufnahme zur oberen Panzerplatte am Panzer noch geschliffen werden, da diese zu eng ist und nicht paßt.

Nun wird angefangen, die Kette zu montieren. Traditionell fängt man mit dem Treibrad an, wo sich die Kettenglieder dranschmiegen. Nach dem Ausrichten muß jetzt der Kleber aushärten, bevor es weitergeht.

Währenddessen klebe ich nun Stück für Stück die langen geraden Teile zusammen, die auf dem Boden sind bzw. auf den Laufrädern aufliegen und Schritt für Schritt wird die Kette vollendet.

Da die Kanone wirklich groß ist, überlege ich, in welcher Länge ich die Kanone einbauen möchte. Um das Verhältnis Wanne/Kanone zu vergleichen, habe ich dazu drei Bilder gemacht.

Ich habe mit für die mittlere Version entschieden. Jetzt muß ich die Metallkanone mit dem Dremel entsprechend kürzen.

 

Die Kanonenaufnahme ist nun für die Aufnahme der 12,8 cm fertig gefräst (gekürzt und geweitet) und ist nun eingebaut. Leider ist ein kleines Stück oben etwas zu viel abgefräst worden.

Hier nun die Oberseite vom Panzer. Ich habe die Luken, die Optiken und einige Kleinteile montiert.

Die Kanonenteile werden nun montiert, die Lampe ist bereits fertig und weitere Kettenglieder sind zusammengefügt, die dann als Ersatzkettenglieder am Panzer angebracht werden.

Die Detailbestückung des Panzers schreitet voran.

Die Detailbestückung ist nun fertig.

Die Blende mit dem Stumpf, wo die große Kanone raufgeklebt wird ist nun fertig geschliffen und begradigt.

Nun wird die Kanone endlich angebaut!

Mit Sekundenkleber und Plastikkleber wird nun das Geschütz angebracht.

Nun kommt die erste der drei Farbschichten der Hinterhaltstarnschemas drauf.

Und die dritte Farbschicht.

Jetzt kommt nun die Detaillierung wie die Ersatzketten anmalen, die Werkzeuge, die Auspuffrohre und die Kanone.

Nun wird das Modell mit Klarlack versiegelt und dabei passiert ein Unfall!!

Auf einer Stelle habe ich ein wenig zu viel Klarlack aufgetragen. Den noch feuchten Lack wollte ich mit einem Tuch vorsichtig abwischen. Dabei habe ich die Airbrushfarbe mit abgewischt. Und erscheint der nackte graue Plastik!!

Nachdem ich mich tierisch aufgeregt habe und mir am liebsten selbst eine Keule auf dem Kopf hauen wollte, habe ich die Airbrushpistole wieder rausgeholt und die Stelle vorsichtig übersprüht. Nun ist es wieder mit Abstrichen ok. die Flächen ist ein klein wenig uneben und es ist nun dort etwas mehr braun zu sehen. Es fällt aber zum Glück nicht sofort auf.

 

Nun endlich die finalen Bilder!!!


Hier ein Vergleich mit einem normalen E-25 und dem von mir umgebauten Kanonenjagdpanzer 120.

 

Auch dieses Bauprojekt ist nun zu Ende und es war ein riskantes aber erfolgreiches Projekt!